Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Newsletter der CIR
März 2020


Liebe Unterstützer*innen,

die Auswirkungen der rasanten weltweiten Verbreitung des Corona-Virus sind extrem und verändern den Alltag von uns allen. Während auf lokaler Ebene aktuell vor allem physisches „Abstand halten“ wichtig ist, geht es im globalen Kontext um das genaue Gegenteil: Wir müssen zusammenrücken als solidarische Weltgemeinschaft und Seite an Seite mit den Verletzlichsten stehen. Unsere Solidarität darf gerade jetzt nicht an Ländergrenzen aufhören.

Daher gilt unsere besondere Aufmerksamkeit – und Sorge – auch in diesen Tagen den Menschen in unseren Partnerländern Guatemala, El Salvador, Nicaragua und Honduras.

Dort ist die Angst vor den Folgen des Virus riesig. Und das zurecht. Die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme und Versorgungsstrukturen könnten angesichts vieler Corona-Fälle komplett zusammenbrechen. Und die sozialen Folgen wären gewaltig. Bereits jetzt deutet sich in der Region eine Wirtschaftskrise ab: Am Mittwoch etwa hat der salvadorianische Präsident Nayib Bukele die Schließung aller Textilfabriken und Call Center im Land angeordnet.

Rosa Escobar, Direktorin der Arbeits- und Frauenrechtsorganisation AMES in Guatemala, hat sich in dieser Woche in einem Brief an uns gewendet. Nach der Schließung ihres Büros ist das Team von AMES bemüht, seine Arbeit von zu Hause aus fortzusetzen. Dennoch findet Rosa auch hoffnungsvolle Worte:

„Die Corona-Krise wird die Bevölkerung Guatemalas und ihre Wirtschaft stark treffen. Aber wir haben Vertrauen, dass Guatemala, wie andere Länder auch, die nationale Krise überstehen wird, welche uns mehr als jemals zuvor in Solidarität miteinander verbindet.“

Die Entwicklungen in Mittelamerika werden wir weiterhin eng verfolgen und wollen für unsere Partnerorganisationen auch in der Krise da sein. Damit dies schnell und unbürokratisch erfolgen kann, bitten wir Sie um Ihre Spende für unsere Mittelamerika-Arbeit.

Jetzt spenden
Bitte wählen Sie den Spendenzweck „Corona in Mittelamerika“.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie etwa kurzfristige finanzielle sowie juristische Unterstützung für Textilfabrik-Arbeiter*innen, die jetzt zu Tausenden zwecks Infektionsschutz entlassen werden. Oder die schnelle Errichtung von Krankenstationen zur Erstversorgung von Infizierten.
Herzlichen Dank!

Über die Lage in Mittelamerika werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Doch nicht nur der Blick auf Mittelamerika ist nötig, um Seite an Seite mit den Verletzlichsten zu stehen: Auch die Situation der Geflüchteten an Europas Außengrenzen ist angesichts der Corona-Krise mehr denn je untragbar. Als Mitunterzeichnerin des Appells „Aufnehmen statt sterben lassen“ fordern wir, dass alle Migrant*innen von den griechischen Inseln und aus überfüllten Lagern evakuiert und effektive Schutzmaßnahmen gegen den Corona-Virus zur Verfügung gestellt werden.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gesundheit!

Ihr CIR-Team

P.S.:
Unsere Arbeit setzen wir im Homeoffice fort. Das ist ganz anders, als von Angesicht zu Angesicht gemeinsam im Büro zu arbeiten. Manches ruckelt noch, aber Vieles läuft richtig gut. Daher sind wir weiterhin für Sie telefonisch und per E-Mail erreichbar. Auch Bestellungen unserer Publikationen können wir wie gewohnt bearbeiten. Sollte es diesbezüglich zu Änderungen kommen, werden wir Sie auf unserer Webseite www.ci-romero.de und in den Sozialen Medien informieren.


Liveblog: Auswirkungen von Corona auf Textilarbeiter*innen

Unternehmen müssen gerade in Zeiten der Corona Krise Verantwortung für die übernehmen, die ihre Gewinne erwirtschaften.Auch in der Krise stehen wir an der Seite von Arbeiter*innen, deren Rechte jeden Tag verletzt werden und die aufgrund dieser Pandemie mit noch größeren wirtschaftlichen Kämpfen konfrontiert sind. Die internationale Kampagne für Saubere Kleidung hat eine Stellungnahme herausgebracht mit Forderungen, was Unternehmen jetzt tun können, um diejenigen zu schützen, die die Unternehmensprofite generieren. In einem Liveblog lesen Sie, was unsere Partner*innen aus den Produktionsländern berichten.

Braucht es in Zeiten von Corona (noch) ein Lieferkettengesetz?

Damit Menschlichkeit zur Globalisierungsgewinnerin wird, braucht es einen gesetzlichen Rahmen.Die Gegner*innen eines Lieferkettengesetzes verweisen teilweise auf die Corona-Epidemie, um einen gesetzlichen Rahmen für Menschenrechte in der Wirtschaft zu verhindern. Wir weisen diese Versuche, die Krise zu instrumentalisieren, entschieden zurück!
Lesen Sie hier die Stellungnahme der Initiative Lieferkettengesetz

Lektüre für zu Hause: presente kommt!

Cover der presente 1/2020 zu Gelebten UtopienDie erste Ausgabe 2020 unseres Magazins presente ist auf dem Weg zu unseren Unterstützer*innen. Sie wurde gedruckt, bevor uns Corona überrollte. Daher finden Sie in der Ausgabe keine Stellungnahme zur aktuellen Lage. Dafür gibt es viele interessante Artikel zum Thema Gelebte Utopien - Für mehr Zukunft im Hier und Jetzt. Wir hoffen, die Lektüre bringt Ihnen Mut und Zuversicht.
Gefällt mir
Tweet

Sie sind mit folgender Email-Adresse zum Newsletter-Service der CIR eingetragen: unknown@noemail.com. Klicken Sie hier, um das Abonnement zu beenden.
Sie haben Anmerkungen oder Anregungen, die Sie uns mitteilen wollen? Einfach eine E-Mail schicken an: cir@ci-romero.de

Versandfrequenz: 4-6 Newsletter pro Jahr

Kontakt und Impressum
Christliche Initiative Romero (CIR) e.V.
Schillerstraße 44a
48155 Münster

Telefon 02 51 / 67 44 13 - 0
Fax 02 51 / 67 44 13 - 11

cir@ci-romero.de
www.ci-romero.de


Vertretungsberechtigter Vorstand: Dr. Thomas Bröcheler

Registergericht: Amtsgericht Münster, Registernummer: VR 2424
Datenschutzerklärung der CIR

Redaktion: Christian Wimberger, Isabell Ullrich, Joana Eink (V.i.S.d.P.), Thomas Krämer, 
Fotos: CCC, Initiative Lieferkettengesetz, CIR
Herstellung: TRILOS new media mit CleverReach

Die Veröffentlichung wurde mit finanzieller Unterstützung von ENGAGEMENT GLOBAL mit ihrer Servicestelle Kommunen in der einen Welt im Auftrag des BMZ und der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (SUE) ermöglicht. Für den Inhalt der Veröffentlichung ist allein die Christliche Initiative Romero verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt von Engagement Global gGmbH, der Servicestelle Kommunen in der einen Welt, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder der SUE angesehen werden.



Logo der Servicestelle Kommunen in der einen Welt

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.