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Newsletter der CIR
1. Oktober 2026, Tag des Kaffees


Liebe Unterstützer*innen,

könnten Sie sich Ihren Start in den Tag ohne die Tasse Kaffee am Morgen vorstellen? Nein? Dann haben wir – ausgerechnet heute am Tag des Kaffees – schlechte Neuigkeiten für Sie: Das Lieblingsgetränk der Deutschen könnte bald zum Luxusgut werden. 

Denn: Die Klimakrise verändert die Anbaubedingungen in vielen Kaffeeregionen grundlegend. Hitze, Dürren, Starkregen und neue Pflanzenkrankheiten gefährden die Ernten und machen die beliebte Kaffeebohne zunehmend zu einem knappen Rohstoff. 

Während Verbraucher*innen lediglich die steigenden Kaffeepreise an der Supermarktkasse spüren, sind die Folgen für Kaffeebäuerinnen und -bauern im Globalen Süden deutlich gravierender: Ernteausfälle und sinkende Erträge gefährden ihre Existenz, verschärfen Armut und treiben insbesondere junge Menschen zur Migration. Die Klimakrise bedroht zusehends die Lebensgrundlage von Hunderttausenden Kleinproduzent*innen. 

Von diesen Herausforderungen können Yenis Gómez, Benigna Ramos und Adelina Vásquez aus erster Hand berichten. Die drei Honduranerinnen reisen mit der CIR vom 7. bis 17. Oktober 2026 durch Deutschland und sprechen auf verschiedenen Veranstaltungen darüber, wie Kleinbäuerinnen und -bauern den Folgen der Klimakrise begegnen, welche Rolle Frauen und junge Menschen für die Zukunft des Kaffeesektors spielen und welche Verantwortung Politik, Unternehmen, Konsument*innen sowie die öffentliche Hand entlang der Lieferkette tragen.

Honduras zählt zu den wichtigsten Kaffee-Exportländern der Welt und Deutschland ist der größte Abnehmer des mittelamerikanischen Landes. Mit durchschnittlich 161 Litern pro Kopf und Jahr ist Kaffee das meistkonsumierte Getränk der Deutschen. Kaum ein anderes Agrarprodukt verbindet daher den Alltag von Konsument*innen in Europa so unmittelbar mit den Lebensrealitäten von Hunderttausenden Kleinbäuerinnen und -bauern im Globalen Süden. 

Mit der Vortragsreise rücken wir die globalen Verbindungen zwischen unserem Kaffeekonsum und den Lebensrealitäten der Kaffeeproduzent*innen ins Zentrum. Gleichzeitig stellen wir die Forderung: Es braucht entschlossenes Handeln für Klima-, Agrar- und Lieferkettengerechtigkeit! Statt die Kosten unseres Konsums auf Menschen im Globalen Süden abzuwälzen, müssen Politik, Unternehmen und Verbraucher*innen Verantwortung übernehmen für eine Landwirtschaft, die ökologisch tragfähig, klimaresilient und sozial gerecht ist – für heutige und kommende Generationen. 

Schauen Sie bei unserer Vortragsreise "Kaffee. Klima. Krise." vorbei, lernen Sie Perspektiven aus Honduras kennen und kommen Sie mit unseren Gästinnen ins Gespräch!

Zu folgenden öffentlichen Veranstaltungen laden wir alle Interessierten herzlich ein. Das vollständige Programm der Rundreise mit allen Terminen, Veranstaltungsorten und weiteren Informationen zu unseren Gästinnen finden Sie auf unserer Website.


Termine

09.10.2026 18:00
Dialog-Abend in der B-Side Münster
B-Side, Am Mittelhafen 42, 48155 Münster
10.10.2026 14:00
Vortrag und Besuch des Weltackers in Dortmund
Schultenhof, Stockumer Str. 109, 44225 Dortmund
12.10.2026 10:30
Infostand an der TU Dortmund
Hauptmensa, Vogelpothsweg 85, 44227 Dortmund
12.10.2026 14:00
Vortrag an der TU Dortmund
Restaurant Calla, Vogelpothsweg 85, 44227 Dortmund
14.10.2026 19:00
Diskussionsabend mit fair-ein e.V. in Frankfurt am Main
Gemeindezentrum Frauenfriedenskirche, Zeppelinallee 101, 60487 Frankfurt (Main)
15.10.2026 19:00
Filmvorführung und Gespräch in Berlin
Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin
17.10.2026 14:00
Ackerführung und Fragerunde beim Weltacker Berlin
Späth'sche Baumschule, Späthstraße 80/81, 12437 Berlin

„Die Klimakrise hat uns als Produzent*innen stark getroffen. Die Erträge sind zurückgegangen, Pflanzenkrankheiten haben zugenommen, die Produktionskosten sind gestiegen und gleichzeitig werden unsere Wasserquellen immer knapper. […] Wir wünschen uns als Kaffeeproduzent*innen ein würdiges Leben. Die Arbeit und die Anstrengungen, die wir leisten, sollten sich in einem würdigen Zuhause, einem guten Bett nach einem langen Arbeitstag und im Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen widerspiegeln.“ 

– Yenis Gómez
Kaffeekleinbäuerin aus Danlí, Honduras 
 

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Jetzt aktiv werden für faire Lieferketten! Das Lieferkettengesetz kann vor Ausbeutung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung schützen – wenn die Bundesregierung die EU-Lieferkettenrichtlinie wirksam umsetzt. Mit den neuen Postern der Initiative Lieferkettengesetz (ILG) können Sie auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. 

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Redaktion: Lea Schmidt (V.i.S.d.P.), Tessa von Richthofen
Fotos: CIR, Initiative Lieferkettengesetz (ILG)
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Die Veröffentlichung wurde mit finanzieller Unterstützung von der Europäischen Union sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und dem Umweltbundesamt (UBA) ermöglicht. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Für den Inhalt der Veröffentlichung ist allein die Romero Initiative e.V. verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz oder des Umweltbundesamtes angesehen werden. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren. 



 
 

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